Medizinische Interventionen

Vorausschickend möchten wir festhalten, dass die medizinische Intervention für Babys und Mütter lebensrettend sein kann. Sie sollte auf keinen Fall kategorisch abgelehnt oder ausgeschlossen werden. Allerdings gilt auch hier: „Weniger ist mehr.“ Wenn weniger invasive Maßnahmen ausreichen können, selbst wenn sie länger dauern, und das Wohl von Mutter und Kind nicht gefährdet sind, sollten diese zuerst versucht werden.

  • Rückenlage:
    Studien im MRT haben gezeigt, dass die Rückenlage den Durchmesser des Geburtskanals durch Druck auf das Kreuzbein um bis zu 2cm verringern kann. Dennoch wird diese Lage in vielen Krankenhäusern favorisiert.
  • Einleitung:
    Die Einleitung einer Geburt kann mit Tees, verdauungsanregenden Nahrungsmitteln, Medikamenten, manueller Eröffnung der Fruchtblase und/oder manueller Dehnung des Gebärmutterhalses erfolgen. Eingeleitete Wehen sind häufig heftiger als natürliche und können dadurch zu mehr Stress für die werdende Mutter und das Baby führen.
  • Epidurale Anästhesie:
    Die Mutter bleibt bei Bewusstsein, nimmt aber den Unterkörper nicht mehr wahr. Dies erschwert häufig das Pressen während der Wehen, da man ja nicht mehr spürt was man macht.
    Wehentropf: Werden die Wehen zu gering, können diese medikamentös verstärkt werden.
  • Kristallern:
    Erhöhen des Drucks im Unterbauch durch manuelles Drücken Richtung Geburtskanal, häufig mit dem Unterarm oder dem Ellenbogen der Hebamme oder des Gynäkologen.
  • Saugglocke:
    Kommt es zum Geburtsstillstand oder steckt das Baby im Geburtskanal fest, kann eine Saugglocke zum Einsatz gekommen. Häufig kann diese nicht mittig am Kindskopf platziert werden, so dass neben unnatürlicher Zugkräfte auf die Halswirbelsäule auch Scherkräfte auf die Schädelknochen und -nähte auftreten.
  • Zangengeburt:
    Wenn mit der Saugglocke nicht genügend Kraft aufgebracht werden kann, oder eine Drehung im Geburtskanal nötig ist, kommt die Zange zum Einsatz. Hierbei wird der seitliche Kindsschädel umschlossen, häufig allerdings nicht symmetrisch mit entsprechenden Auswirkungen.
  • Kaiserschnitt:
    Deutschland steht mit einer Kaiserschnittrate von ca. 30% regelmäßig auf Platz 5 der europäischen Staaten. Über das Für und Wider kann man mehrere Bücher füllen und dies würde hier den Rahmen sprengen. Interessant ist jedoch das selbst Ärzteverbände davon ausgehen, dass nur 5% der durchgeführten Kaiserschnitte medizinisch notwendig sind, dies entspricht 1,5% der Gesamtgeburten.
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