Plagiozephalie (Schädelabflachung)

Der schiefe Kinderkopf

Vorkommen und mögliche Ursachen

ПлагиоцефалияSeitdem in Deutschland für Babys die Rückenlage zum Schlafen empfohlen wird, ist glücklicherweise die Anzahl des plötzlichen Kindstods massiv zurückgegangen. Leider gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Deutschland bisher immer noch nicht die Empfehlung, Babys dafür in Wachphasen vermehrt auf den Bauch zu legen (Stand 2018). Und so beobachten Ärzte und Chiropraktoren im gleichen Zeitraum eine starke Zunahme an „schiefen Köpfen“ (Plagiozephalie).
Diese Plagiozephalie wird definiert als einseitige Hinterkopfabflachung. Ursache kann z.B. eine schiefe Haltung im Mutterleib durch Spannungen der Gebärmutter (siehe Behandlung von Schwangeren) sein.
Weitaus häufiger kommen die Babys jedoch mit einem normalen Kopf zur Welt und die Abflachung wird erworben. Dies passiert durch häufigeres oder gar ausschließliches Liegen auf einer Hinterkopfseite. Hierdurch kann der weiche Knochen verformt, vor allem aber am natürlichen Wachstum gehindert werden. Eltern sollten also neben regelmäßiger Bauchlage in Wachphasen vor allem darauf achten, dass das Baby nicht immer den Kopf zur gleichen Seite drehen muss um z.B. die Mutter, Licht, Geschwister, … zu sehen. Also ruhig mal den Stubenwagen umdrehen oder das Kind „verkehrt herum“ ins Beistellbett legen.

Behandlung

Nimmt das Kind jedoch auf Grund einer Halswirbelblockade eine Zwangs- oder Schonhaltung ein, muss diese natürlich auch behandelt werden. Hierzu sind Chiropraktoren mit entsprechender Ausbildung geeignete Ansprechpartner.
Zunehmend populär wird die Helmtherapie des schiefen Kopfes. Nach aktueller Studienlage (2018) kommen sowohl Helmtherapie als auch manuelle Therapie (speziell ausgebildete Chiropraktoren, Osteopathen, Physiotherapeuten und Ärzte) mit Lagerung durch die Eltern zu vergleichbar guten Ergebnissen. Die meisten Krankenkassen stufen die Helmtherapie jedoch als ästhetische Behandlung ein und übernehmen keine Kosten. Ebenso variieren die Kosten teils erheblich von Krankenhaus zu Krankenhaus.
Die gute Nachricht: Die Schädelform hat nichts mit der Intelligenz zu tun, so gibt es z.B. Kulturen die einen flachen Hinterkopf erstrebenswert finden und die somit ihren Babys Bretter an den Hinterkopf binden – als Erwachsene haben diese dann einen vergleichbaren IQ-Wert zu jemanden mit nach europäischem Ductus normalen Schädel.

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